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Für relativ rohstoffarme Länder, zu denen auch Deutschland gehört, sind die Entwicklung und Produktion hochtechnologischer und zuverlässiger Produkte wichtige Voraussetzungen für die Erhaltung des wirtschaftlichen Wohlstands. Moderne Werkstoffprüftechnik, die Anwendung fortschrittlicher Messtechnik und die Datenerfassung und Auswertung mit zeitgemäßen Methoden liefern die Basis für gleichermaßen ökologische und ökonomische Konstruktionen und sind Garant für die erforderliche Betriebssicherheit von Komponenten und Anlagen. Neuerungen in der Normung von Prüfverfahren, eine ständige Weiterentwicklung im Bereich Qualitätsmanagement, eine solide Kenntnis der Messunsicherheit und eine konsequente Umsetzung der Konformitätsbewertung gewährleisten eine erhöhte Sicherheit und Reproduzierbarkeit bei der Kennwertermittlung. All diese Aspekte müssen kontinuierlich in die betrieblichen Abläufe in Prüflaboratorien einfließen.

Die Tagung Werkstoffprüfung kann inzwischen auf eine lange Tradition zurückblicken. Sie hat sich als maßgebliches Forum für die Präsentation und Diskussion der Fortschritte auf dem Gebiet der Charakterisierung der Werkstoffeigenschaften etabliert. Dies umfasst alle Werkstoffgruppen und ihre differenzierten Herstellungsverfahren ebenso, wie die Absicherung der Eigenschaftsänderungen, die mit den einzelnen Bearbeitungsschritten einhergehen. Fortschritte aus der gesamten Prüf- und Messtechnik sowie Problemstellungen der Werkstoffprüfung und deren Lösung werden vorgestellt. Aussteller zeigen ihre Neuerungen und werden aktiv in das Vortragsprogramm eingebunden. Die Tagung ist über die mechanische und technologische Werkstoffprüfung hinaus offen für die Diskussion aller Prüfverfahren, mit denen Struktur- und Funktionseigenschaften von Werkstoffen und Bauteilen qualitativ beurteilt und quantitativ gemessen werden können.

Die Veranstaltung wendet sich an alle, die in Industrie und wissenschaftlichen Instituten mit der Prüfung und Charakterisierung von Werkstoffen und Bauteilen sowie der Schadensanalyse befasst sind. Die jährlich aktualisierten Themenschwerpunkte dienen dazu, klassische Themen und aktuelle Trends gleichermaßen abzubilden und zur Vortragsanmeldung und/oder Teilnahme zu stimulieren; sie sollen aber keineswegs als thematische Einschränkung des Themengebietes Werkstoffprüfung und seiner angrenzenden Bereiche empfunden werden.

Das Edwin-Scharff- Haus in Neu-Ulm ist in idealer Weise geeignet, der Tagung einen funktionellen und würdigen Rahmen zu geben und den Gedankenaustausch und die Vernetzung zu fördern. Der Programmausschuss wird bei der Programmgestaltung dafür Sorge tragen, dass dazu ausreichend Gelegenheit bestehen wird.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Christ
Vorsitzender des Programmausschusses